Informatik

Egal, wo wir uns heutzutage in Büros, Betrieben, Schulen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Verwaltungen auch umsehen, überall stoßen wir auf Computer. Auch in vielen privaten Haushalten gehört der Computer heute zur Standardausstattung einer Wohnung. Im Zeitalter des Internets ist der Computer – ähnlich dem Auto – ein fester Bestandteil des täglichen Lebens geworden. Er wird benutzt und gebraucht, ohne dass man wirklich weiß, wie das Ganze eigentlich funktioniert. Damit hat der normale „User“ viel Ähnlichkeit mit dem ganz normalen Autofahrer. Denn nur die wenigsten wissen wirklich, wie ihr Auto funktioniert und warum es fährt – so lange es fährt. Darum kümmern sich andere: die Autobauer und die KFZ-Betriebe, wo Menschen arbeiten, die um die Innereien des Autos und ihr Zusammenspiel Bescheid wissen. Auch beim Umgang mit dem Computer brauchen wir solche Experten, genannt „Informatiker“, wenn alles für alle reibungslos funktionieren soll.

 

Im Oberstufenfach Informatik werden wir zwar keine fertigen „Experten in Sachen Computer-Innenleben“ ausbilden können, erste Ansätze, wie die Dinge zusammenhängen und welche Wege bis zur Nutzung eines fertigen Programms beschritten werden müssen, können wir aber durchaus vermitteln.

 

Und auf diesem Weg gibt es Vielfältiges zu beachten und zu beobachten. Dabei werden wir

 

  • wie man programmiert („wie sage ich meinem Rechner, was er tun soll?“

  • sortieren, viele Adressen verwalten, schnell etwas wiederfinden, den kürzesten Weg von A nach B finden, …?“)

  • die Arbeitsschritte für typische Computeraufgaben kennenlernen („wie kann man am schnellsten etwa erfahren und ausprobieren, wie sich Informationen günstig speichern lassen („was ist eine Schlange, ein Stapel, eine Liste, ein Baum, ein Graph?“

  • den Innereien eines Computers etwas näher kommen („was macht der Computer eigentlich intern wirklich mit einem Programm und wieso kann er so viele Dinge gleichzeitig tun, ohne alles durcheinander zu bringen?“

  • und auf diesem Weg noch vieles mehr entdecken.

Aber natürlich muss auch klar sein, was wir nicht machen werden: So werden wir uns nicht darum kümmern, wie man am besten ein Textverarbeitungssystem bedient, ein Spiel installiert oder im Internet surft.

 

Wir werden aber auch keine Programmierprofis ausbilden, die auch noch die hinterletzten Tricks kennen. Es geht uns vielmehr immer darum, prinzipiell kennenzulernen, wie ein Rechner arbeitet.

 

Die Ausstattung des Werner-Jaeger-Gymnasiums an Computerarbeitsplätzen dient genau diesem Zweck. Wer nur hypermoderne und auf dem letzten Schrei der Entwicklung stehende Rechner sucht, sucht hier bei uns vergebens. Die wären ja sowieso beim Kauf schon wieder überholt, und außerdem würde ein solcher Rechner nur schneller warten, bis die nächste Eingabe endlich kommt. Trotzdem steht alles, was für einen zeitgemäßen Informatikunterricht notwendig ist, zur Verfügung.

 

Wir suchen diejenigen Schülerinnen und Schüler, die bereit sind, sich auf eine Entdeckungsreise zu begeben, die bereit sind, ihren Kopf stark anzustrengen beim Nachdenken darüber, wie man ein Problem so aufgliedert und formuliert, dass es für einen Computer verständlich wird. Vor allen Dingen letzteres stellt sich immer wieder als überraschend schwer heraus („warum weiß der denn nicht, was ich wirklich meine?“), aber dann, wenn es geschafft ist, ist die Genugtuung und die Freude am Selbstgeschaffenen auch umso größer. Und die Überraschung, wenn man verstanden hat, wie primitiv und kleinschrittig im Grunde genommen ein Rechner „denkt“ und Befehle abarbeitet, lässt das Staunen darüber, was alles trotzdem möglich ist, ins Grenzenlose wachsen.

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