Produktdesign Stuhl - vom Entwurf zum fertigen Modell

Vitra-Museum, Weil am Rhein

Vielfältige und ideenreiche Entwürfe und Modelle entstanden in der Klasse 9c im zweiten Halbjahr 2009/2010. Zeichnung, 3-D-Visualisierung und letztlich das fertige Stuhlmodell stellten hohe Anforderungen an die Schüler und Schülerinnen. Überaus gelungene Entwürfe und Modelle standen als Ergebnisse am Ende dieses Designprozesses, der in seiner Vielfalt sowohl geistig-kreative als auch handwerkliche Kompetenzen nachhaltig forderte und förderte.

 

Das Modell eines Stuhles sollte als fertiges Produkt am Ende der Sequenz Produktdesign stehen, die sich über das gesamte zweite Halbjahr 2009/10 der Klasse 9c erstreckte. Voraus ging eine eingehende Analyse verschiedener Stuhlmodelle unter den Designkriterien Ästhetik, Funktionalität, Herstellung/Ökologie, Kommunikation (Zielgruppe/Image). Ein Film über den Industriedesigner Stefan Diez erweiterte das Wissen um den Designprozess als einen komplexen Ablauf zwischen  Designer, Produktion/Material, Auftraggeber und konzeptuellen Verständnis von Design.

 

In der Phase der ersten Skizzen kamen die Schüler bereits zu vielfältigen und ideenreichen Entwürfen; einige Schwierigkeiten galt es aber dann in der maßstabsgetreuen Wiedergabe des zeichnerischen Entwurfes in Parallelperspektive zu überwinden. Bereits in der Vorstellung der einzelnen Entwürfe wurde versucht, mögliche Schwierigkeiten in der Produktion des Modelles aufzuzeigen (Material/handwerkliche Herausforderungen). Aber auch Designkriterien wie Funktionalität, Ästhetik und Zielgruppenorientierung waren wichtige, zu reflektierende Parameter in der Phase der Festlegung auf einen bestimmten Entwurf.

 

Um das Modell vor der handwerklichen Realisierung als dreidimensionales Modell beurteilen zu können und mögliche Varianten durch schnelle Veränderung der Oberflächen testen zu können, realisierten die Schüler ihre zeichnerischen Entwürfe als maßstabsgetreues digitales 3-D-Modell mit der Software „Sketchup“. Hier stellten die einzelnen Entwürfe teils beträchtliche Anforderungen an den Umgang mit den Werkzeugen der Software, die aber mit großer Ausdauer und Konzentration gelöst wurden. Im  Prozess der digitalen Modellierung mussten grundlegende analytisch-konstruktive Überlegungen zum Bau von Objekten angestellt werden, während parallel dazu Orientierung und Vorstellungsvermögen im dreidimensionalen Raum trainiert wurden. Die digitalen Modelle wurden von den Schülern in sehr guter Qualität umgesetzt bzw. variiert.

Zeitgleich mit der digitalen Modellierung sollten die Schüler Materialien sammeln und Erkundigungen im Blick auf die Produktion ihres Stuhlentwurfes einholen, welche die Realisierung des Modelles einleiten sollten. Hier stellten sich einige Schwierigkeiten in Hinsicht auf Material, handwerkliche Fertigkeiten und selbstständigem Rechercheaufwand, den die Schüler und Schülerinnen zu leisten hatten.

 

Der Schritt in die handwerkliche Realisierung war zu Beginn von vielfältigen Schwierigkeitsgraden und Problemstellungen begleitet:

 

·         welches Material eignet sich am besten für das jeweilige Modell?

·         wie passt die Anmutung des Materials zu meiner angestrebten Zielgruppe?

·         kann ich das Material entsprechend meinem Entwurf bearbeiten?

·         welche handwerklichen Fähigkeiten muss ich mir für die Realisierung aneignen (Nähen, Sägen, Schweißen, Polstern, etc.)?

 

Im Endergebnis zeigen die Modelle, dass es vielen Schülern der Klasse 9c sehr gut gelungen ist, ihre Vorstellungen umzusetzen und dabei eine außerordentliche Qualität in der handwerklichen Ausarbeitung und den eigenen gestalterisch-handwerklichen Kompetenzen zu erreichen.  

 

Pfa

 

Zeichnerische Entwürfe

 
 

3-D-Visualisierung in der Software Google Sketchup

 
 
 

Stuhlmodelle