07.07.2018

Projektkurs Kunst (Architektur) 2017/2018

Louis Jentzsch

Bereits Ende des letzten Jahres haben wir sechs Schüler des Werner- Jaeger Gymnasiums (Elias Lampmann, Greta Rang, Louis Jentzsch, Johannes Thelen, Jana Ziermann und Jana Thoenes) mit den Vorbereitungen für unsere digitale Modellierung eines von uns selbst entworfenen Pavillons begonnen.

Zu Beginn des Unterrichts im Projektkurs Architektur haben wir mit einfachen Materialien wie zum Beispiel Styropor und Pappe, Modelle gebaut um uns in das Thema Architektur einzufinden; zusätzlich sollten wir uns in unserer Umgebung und unserem Wohnort auseinandersetzen und Gebäude, Denkmäler oder Statuen fotografieren, die unserer Meinung nach architektonisch besonders sind. Dazu sollten wir uns eine Karte unseres ausgewählten Ortsteils ausdrucken und die Strecke so genau wie möglich ablaufen. Dabei konnten viele Entdeckungen gemacht werden und viele Gebäude die uns selbst im Alltag nicht mehr aufgefallen sind, wurden bewusst wahrgenommen und entdeckt: letztendlich bewunderten wir alle das architektonische Facettenreichtum der Gebäude in den Ortsteilen Leuth, Kaldenkirchen, Lobberich und sogar Venlo.


Im Dezember des letzten Jahres machten sich dann der Projektkurs der Q1, einige Schüler aus dem Spanisch-Kurs der EF, Frau Müller und Herr Pfänder auf den Weg nach Barcelona. Für uns, den Schülern aus dem Kunstprojektkurs diente die Reise nach Barcelona dazu, einige besondere Gebäude zu besuchen und somit mehr über die Architektur, insbesondere der spanischen Architektur zu erfahren. Wir selbst sollten vor unserer Barcelona-Reise in Zweier-Gruppen Vorträge zu bestimmten Gebäuden wie z. B. dem  „Torre Agbar“ von Jean Nouvel , dem  „Casa Batlló“ von Gaudí, einem der bekanntesten Architekten Spaniens und dem Barcelona Pavillon von Mies van der Rohe vorbereiten und diese Vorträge dann vor Ort vorstellen. Zur Vorbereitung unserer Endprojekte war außerdem ein geeigneter Bauplatz zu finden, auf dem unsere späteren Pavillonentwürfe virtuell realisiert werden sollten. Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei auf das Stadtbild in der Umgebung gelegt werden, um Überlegungen anzustellen, wie das Gebäude später in der Umgebung wirken soll.

Als wir nach vier Tagen aus Barcelona zurückkehrten, begannen wir direkt in der nächsten Unterrichtsstunde damit, uns zu überlegen welchen Stil unser Gebäude haben soll und wie es am besten in die Umgebung des Bauplatzes eingepasst werden kann. Dazu haben wir über die  verschiedenen  Architekturstile recherchiert und uns dann letztendlich jeder für einen Stil entschieden. Zu jedem der Endprojekte wurden dann viele Vorskizzen und Ideen gesammelt, aus denen dann am Ende der zu konstruierende Pavillon entwickelt wurde.


Als dann die Ideen für den Pavillon feststanden, haben wir begonnen, uns mit dem Programm Cinema 4D auseinanderzusetzen. Mithilfe dieses Programms kann man Gebäude, aber auch andere Szenerien nahezu realitätsgetreu modellieren und darstellen, sodass auch bei unseren Endprojekten die genaue Wirkung des Gebäudes zu erkennen ist.


Bevor wir mit der genauen Modellierung des Gebäudes begonnen haben, haben wir uns zuerst die Funktionen des Programms angeschaut und einige Experimente gemacht, um mit dem Programm „warm“ zu werden, aber auch um einige Funktionen des Programms zu nutzen, um unsere ersten Ideen experimentell weiterzuentwickeln.


Nachdem wir uns ein wenig in das Programm eingearbeitet hatten, konnten wir mit der Modellierung des Pavillons beginnen. Die meisten Schüler des Projektkurses hatten sich für einen an der Moderne orientierten Baustil entschieden, allerdings sind am Ende dennoch sehr unterschiedliche Gebäude entstanden, die sich einerseits sehr streng an der Moderne orientieren, andere aber auch Elemente der Postmoderne integrieren.

Alles in allem lässt sich sagen, dass das Schuljahr im Kunstprojektkurs viel Spaß gemacht hat, da wir viel Neues über Architektur im Allgemeinen aber auch über Architektur in unserem direkten Umfeld gelernt haben. Wir konnten unseren eigenen Ideen und Wünschen freien Lauf lassen und so einen Pavillon nach unseren individuellen Vorstellungen und Raumkonzepten entwerfen und konstruieren. Außerdem konnten wir viele neue Erfahrungen machen und durch das eigenständige Arbeiten und modellieren des Pavillons sind wir – ich denke, das kann ich im Namen von allen anderen Schülern des Projektkurses sagen – an unseren selbst gestellten komplexen Aufgaben gewachsen.  

Jana Thoenes