26.03.2019

Tage der religiösen Orientierung 2019

Vom 20.–22. Februar 2019 nahmen 37 Schülerinnen und Schüler der Stufen EF bis Q2 an den Tagen der religiöser Orientierung teil und fuhren darum 2,5 Tage in Begleitung von Herrn Marosz und Herrn Weyers in die Jugendbildungsstätte St. Michaelturm in Rheurdt. Die Fahrt fand im freiwilligen Rahmen statt und stand allen Teilnehmern unabhängig ihrer Konfessionszugehörigkeit offen. Im Fokus stand die nicht alltägliche Auseinandersetzung mit Fragen, über die im Stress des (Schul-)Alltags kaum bis gar nicht nachgedacht wird, aber welche dennoch wichtig für die (eigene) Zukunft sind. Auch bot der Aufenthalt Zeit für Selbstreflexion und ermöglichte den Austausch von Wissen und Erfahrungen innerhalb der Gruppe.

Als einzige anwesende Gruppe standen uns Zimmer verschiedener Größen zur Verfügung – ein Zimmer befand sich sogar im ausgebauten Mühlenturm – sowie zwei Seminarräume, in denen die von uns Schülerinnen und Schülern einige Wochen zuvor ausgesuchten Themenblöcke in jeweils dreistündigen Einheiten thematisiert wurden. Die begleitenden Lehrer nahmen nicht an den Einheiten teil, um einen ,,ungehemmten“ Austausch von themenbezogenen Erfahrungen und Eindrücken zwischen den Schülern zu gewährleisten. Daher wurden die Themenblöcke von einem Team aus freundlichen Referentinnen geleitet.

Nach unserer Ankunft richteten wir uns in unseren Zimmern ein und genossen das erste, leckere Mittagessen. Anschließend begann der erste Themenblock ,,Leistungsdruck“. Wir sprachen insbesondere über Formen und Auftreten von Stress im Alltag und tauschten Strategien zur Stressbekämpfung aus. In kleinen Wettkämpfen testeten wir unsere Stressfähigkeit und entwickelten Methoden für einen konstruktiven Umgang mit Stress. Nach dem Abendessen konnten wir uns die Zeit auf dem Außengelände, größtenteils bestehend aus einer Wiese und einem Fußball- und Basketballfeld sowie auf dem begehbaren Mühlenturm oder drinnen im großen Foyer oder den Aufenthaltsräumen und auch dem Tischtenniskeller vertreiben. Um 8:00 Uhr folgten dann noch durch Herrn Marosz und Herrn Weyers angeleitete teambildende Wettkämpfe und Spiele sowie ein anschließender freiwilliger Abendimpuls (Meditation). Anschließend ließen wir den Abend noch entspannt ausklingen.

Am nächsten Morgen versammelten wir uns wieder beim Frühstück. Danach begann der zweite Themenblock ,,Alkohol, Sucht & Drogen“, wo zu Beginn verschiedene Arten von Süchten erläutert und vorgestellt wurden. Daraufhin beschäftigten wir uns mit Methoden der Suchtbekämpfung und erstellten Plakate mit Tipps und Vorschlägen, um einem fiktiven süchtigen Freund zu helfen. Nachdem noch bereitwillig eigene Erfahrungen mit der Thematik ausgetauscht wurden, legten wir abschließend den Fokus auf einige bestimmte Drogen und sprachen über Auswirkungen und Folgen des Konsums von Drogen.

Nach dem Mittagessen und der anschließenden Mittagspause lag das sensibelste Thema vor uns, nämlich ,,Liebe und Sexualität“. Um die Hemmschwelle etwas zu senken, machten wir zu Beginn ein Brainstorming über Synonyme zu themenbezogenen Begriffen und haben uns dabei sehr amüsiert. Anschließend sprachen wir über verschiedene Beziehungstypen und stellten diese durch ein Rollenspiel vor. Höhepunkt war die schriftliche Fragerunde zwischen Jungen und Mädchen, welche räumlich getrennt die pikanten Fragen des anderen Geschlechts beantworteten. Wie auch schon am Abend zuvor bestand der Abend aus weiteren kurzweiligen Teambildungsmethoden und einem freiwilligen Abendimpuls sowie viel Zeit für harmonische Entspannung und Austausch innerhalb der Gruppe.

Bevor wir am letzten Tag zur Mittagszeit abreisten, stand noch die letzte Einheit ..Zukunft“ auf der Agenda. Wir nahmen das Thema sehr kreativ und positiv auf und redeten zu Beginn über Zukunftspläne, aber auch über Zukunftsängste, welche in unserer Altersgruppe langsam in den Vordergrund treten. Während einer langen kreativen Arbeitsphase erstellten wir symbolische Bäume mit unseren erreichten und angepeilten Zielen sowie mit Hindernissen und Unterstützungen auf unserem bisherigen Weg dorthin. Darüberhinaus verfassten wir einen Brief an unsere Zukunft, in welchem wir unserem späteren Ich Ziele und Probleme schilderten. Diese gaben wir unseren ,,Teamerinnen“ (Referentinnen) ab, welche diese diskret verwahren und uns in exakt einem Jahr zuschicken werden. Dann sollen wir vergleichen, ob wir unseren Zielen nähergekommen sind oder ob sich diese sogar verändert haben.

Bevor wir abreisten, gab es noch eine sehr positive Feedbackrunde, da es den Referentinnen erfolgreich gelungen ist, die Inhalte mit viel Methodik und hoher Kreativität zu vermitteln, so dass wir Schülerinnen und Schüler immer gerne konstruktive Beiträge lieferten. Abschließend wurde noch eine Gruppenfoto gemacht.

Schlussendlich waren die Tage der religiösen Orientierung eine spezielle und abwechslungsreiche Zeit, welche die Möglichkeit bot, sich fernab vom Alltag über viele Themen und die eigene Persönlichkeit Gedanken zu machen, was im Laufe der Zeit immer leichter wurde. Die Unterkunft war sehr gut und bot viel Freiraum und Abwechslung, um Freizeit und Themeninhalte erfolgreich und angenehm zu gestalten.

Die nächste Fahrt ist für Januar 2021 geplant und wird mit den Schülerinnen und Schülern der Religionskurse der zukünftigen Jahrgangsstufen EF und Q1 stattfinden.

Torben Dieck  (Q1)