21.04.2020

Selbstgenähte Masken - Unikate von Clara Michels

Wissen schaffen – Jugend stärken – Gemeinschaft leben; dass dieser Dreiklang nicht nur hohle Phrase ist, sondern die Arbeit am Lobbericher Werner-Jaeger-Gymnasium ausmacht, wurde am Montag, den 27.04.2020 wieder einmal unter Beweis gestellt.

Seit diesem Montag gilt in NRW die Maskenpflicht beim Einkaufen und auch in öffentlichen Verkehrsmitteln. „Als ich davon hörte, dass es eine Maskenpflicht geben soll, dachte ich sofort daran, dass ja einige der Abiturientinnen und Abiturienten aus diesem Jahr mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule kommen. Ich habe auch erfahren, dass in der letzten Woche, als der Unterricht für die Q2 startete, noch nicht alle eine Maske hatten“, so Clara Michels, Schülerin der Jahrgangsstufe Q1 am WJG. Also habe sie Herrn Kries, den Schulleiter des Gymnasiums, angeschrieben und ihm vorgeschlagen, selbstgenähte Masken an die Lernenden des Abschlussjahrgangs zu verkaufen. Er sei schnell von der Idee angetan gewesen. „Ich finde es toll, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler für einander engagieren“, sagt Kries.

 

Nähen ist schon seit Längerem ein Hobby der 17-Jährigen, das sie durch die aktuelle Situation wieder für sich entdeckt hat. Für jede Maske sitzt sie bis zu 20 Minuten an der Maschine und hat in den letzten Tagen verschiedene Modelle fertiggestellt.

 

Clara schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe, denn „einen kleinen Aufschlag nehme ich neben dem reinen Materialwert schon“, berichtet Clara schmunzelnd. „Das Geld kommt unserer Stufenkasse zugute, mit der wir unter anderem unsere Ausgaben für das Abijahrbuch finanzieren.“ So fanden ihre Masken schon regen Zuspruch und die Abiturientinnen und Abiturienten, aber auch Lehrerinnen und Lehrer waren dankbar, dass sie die neu erworbenen Unikate direkt im Unterricht verwenden konnten.