Evangelische Religionslehre

Religion wird am Werner-Jaeger-Gymnasium in evangelischen und katholischen Lerngruppen unterrichtet. Trotz des getrennten Unterrichts gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften der beiden Konfessionen.


Von Bedeutung ist der monatliche ökumenische Gottesdienst. Unter Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern bereiten eine katholische und eine evangelische Lehrkraft den Schulgottesdienst vor, zu dem die ganze Schule eingeladen ist. Zweimal im Jahr (Aschermittwoch, Schuljahresanfangsgottesdienst) finden konfessionelle Gottesdienste statt.


Rechtlich gesehen ist Religion ein Schulfach wie jedes andere auch. Es gibt Noten, Hausaufgaben und vorgegebenen Themen durch einen Lehrplan. In der Sekundarstufe II können im Fach Religion zudem Klausuren geschrieben werden, so dass die Möglichkeit besteht, es als Abiturfach zu wählen. (3. oder 4. Fach).


Aber trotz seiner rechtlichen Gleichstellung ist Religion auch ein besonderes Fach. Der Religionsunterricht geht über die reine Wissensvermittlung hinaus und bietet Gelegenheit über Themen zu sprechen, die Kinder und Jugendliche bewegen und geht auf ihre Erfahrungen ein. Religionsunterricht stellt sich den Fragen der Schülerinnen und Schülern und versucht gemeinsam Antworten zu finden.  


Die Bibel ist für den Evangelischen Religionsunterricht von großer Bedeutung, allerdings besteht Religionsunterricht nicht nur aus dem Lesen von Bibelgeschichten. Der Evangelische Religionsunterricht möchte den Schülerinnen und Schüler durch die Vermittlung von religiöser Bildung ermöglichen, einen eigenen Blick auf die Welt zu entwickeln.

Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 über den (evangelischen) Religionsunterricht am WJG:

  • „Ich finde den Reliunterricht gut, weil wir einen interessanten Unterricht machen und weil wir verschiedene Sachen und Themen machen.“

  • „Wir reden viel über Gott. Den Gott ist wichtig und der Unterricht macht Spaß!“

  • „Das Fach Religion gefällt mit, weil wir sehr viel über Gott lernen. Außerdem ist es lustig, aber auch mysteriös.“

  • „Religion ist oft ein spannendes Thema. Auch wenn viele Kinder meinen Religion ist langweilig, aber das stimmt nicht!“

  • „Gut ist, dass man ab und zu auch auf alte Geschichten und historische Ereignisse zurückkommt.“

Das schulinterne Curriculum für die Sek I finden Sie hier als PDF-Datei

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Kirchenforscher bei der Arbeit

Wozu brauchen Katholiken Beichtstühle? Was sind die Aufgaben einer Pfarrsekretärin? Und worin unterscheiden sich eigentliche eine evangelische und eine katholische Kirche? Diesen Fragen gehen unsere Religionskurse der Klasse 6 ganz praktisch vor Ort auf den Grund. Zum Thema „Evangelisch und Katholisch – Wie verschieden sind wir eigentlich?“ besucht jeder Kurs zunächst die „eigene“ Kirche.
Bewaffnet mit einem Forscherheft zum Selbstausfüllen werden die Einrichtungsgegenstände und deren Funktion eigenständig unter die Lupe genommen. Die SchülerInnen erklimmen die Kanzel und den Orgelboden, schauen in die Beichtstühle und die Sakristei. Alle offenen Fragen richten sie an die Geistlichen der beiden Lobbericher Gemeinden, die die Kurse herzlich empfangen.


In der Woche darauf wird nicht nur die Kirche, sondern auch der Lehrer gewechselt; d. h. der evangelische Kurs erforscht mit dem katholischen Religionslehrer die katholische Kirche und andersherum. So werden die Unterschiede beider Konfessionen anschaulich deutlich. „Es war toll, dass wir überall herumlaufen und reingucken durften!“. „Die Katholiken haben viel mehr Statuen und Gemälde als wir und andere Bänke, weil sie auch im Knien beten.“ Die Resonanz der SchülerInnen ist eindeutig: Diese Form des Unterrichts solle ruhig häufiger eingebaut werden.


E. Kranz (zusammengestellt aus den Hausaufgaben des ev. Religionskurses Klasse 6)